[Update 30/08/2018] Byebye Twitter – Hallo Mastodon – Ein Leitfaden

Mastodon

Letztes Update am 30.08.2018

  • Absatz über Mastodon-Anleitungen hinzugefügt

Nun ist es soweit, ich entferne mich von Twitter und wechsle zu Mastodon. Nein, nicht die Band und auch nicht direkt das ausgestorbene Rüsseltier, sondern das Dezentrale Soziale Netzwerk.

Ich habe mich schon länger nicht mehr wohl gefühlt auf Twitter. Das ständige Gejammer über Dies und Das, über diesen User und jenen User. Die albernen Spielchen, das Hasstweeting & Userbashing, vor allem keine Werbung, und noch so viel mehr. Das wird vielleicht früher oder später auf Mastodon ähnlich sein, aber bis dahin hat es so den Flair, den Twitter früher mal hatte. Zudem kann man mit seinem gesamten Account auch auf eine andere Instanz umziehen wenn es einem auf der Heiminstanz zu doof wird. Dazu aber später mehr.

Gestern bin ich mehr durch Zufall als beabsichtigt, wieder auf Mastodon gelandet. War vor einigen Monaten schon mal dort, aber habs mir nicht wirklich genau angeschaut. Das habe ich gestern nachgeholt und ich bin total begeistert. Und seit gestern reift in mir der Gedanke, Twitter doch nun den Rücken zuzukehren. Nun war ich am Überlegen: Twitteracc. löschen ? Bestehen lassen ? Zweigleisig fahren ? Und ich habe mich entschieden, alle Follower mit denen ich nicht interagiere zu entfolgen. So dass ich auf Twitter lediglich die behalte, die mir wichtig sind und die nicht wechseln möchten.

Der kleine Leitfaden zu Mastodon

Jetzt auch mal etwas zu den Usern auf Twitter, die gern wechseln würden, oder es sich zumindest gern mal anschauen würden, sie sich aber nicht trauen, weil das bei Mastodon mit dezentralisiert und Instanzen etc. sich alles super kompliziert anhört. Nein Kinder, das ist nicht kompliziert. Ich versuchs mal ohne Fachchinesisch zu erklären:

Also, es gibt weltweit gaaaaanz viele teils private Menschen, die auf ihren Servern Mastodon betreiben. Das bedeutet, Herr Twitterus hat einen Server mit installiertem Mastodon und nennt es Twitterexil. Somit heißt dann seine Instanz Twitterexil.Social. Und das ist dann auch die Anlaufadresse für den User, der auf Herrn Twitterus Instanz schreiben will.

Und von diesen Instanzen gibt es eben sehr viele. Stellt euch das vor wie ein kleines Dorf. Und jedes Haus im Dorf ist eine Instanz mit Bewohnern. Und genau wie im echten Leben, kann man mit Bewohnern (Usern) aus anderen Häusern (Instanzen) befreundet sein. Ist eigentlich recht einfach, oder ? Und wenn man nun vielleicht mit seiner Instanz (also mit seinem Zuhause) nicht so einverstanden ist und sich da nicht so wohl fühlt, weil vielleicht zu viele Honks mit im Haus (in der Instanz) leben, dann kann man auch umziehen. Das ist mit wenigen Mausklicks erledigt. Genau so kann man seinen Acc. mit wenigen Mausklicks löschen oder auch seine Daten exportieren oder importieren. Zum Umzug folgt in Kürze noch eine genauere Beschreibung.

Umzug auf eine andere Instanz

Derzeit schaut es so aus, dass man seinen Account zwar nicht komplett auf eine andere Instanz kopieren kann, aber zum Teil. Dazu geht man auf „Profil bearbeiten“, scrollt bis ganz nach unten und findet dort die Funktion.

Dazu musst du auf der Instanz zu der du umziehen möchtest, bereits einen Account haben. Den Benutzernamen plus Name der Instanz gibst du dann auf der Umzugsseite ein und los gehts.

Dieser Umzug nimmt dann allerdings nicht deine Follower und auch nicht deine Leute denen du folgst mit. Meines Wissens bekommen die Follower aber eine Benachrichtigung, und werden so informiert, dass du umgezogen bist. Da bin ich mir aber nicht zu 100 % sicher. Leider werden die bisherigen Tröts/Toots auch nicht mit transferiert. Du musst also quasi wieder von 0 anfangen. Auf dem alten Account wird dann aber eine Weiterleitung installiert. Das schaut dann so aus:

Es wird also deine komplette Erreichbarkeit auf der neuen Instanz angezeigt und dein Profilfoto erscheint in schwarzweiß. Zudem der dezente Hinweis, dass du umgezogen bist.

Fast vergessen hätte ich, dass man unter den Einstellungen links unten zwei Punkte findet, zum Daten exportieren und importieren. Leider bezieht sich das lediglich auf die User denen du folgst, aber auch nicht auf die User die dir folgen. Dann deine Blockliste und deine gemuteten Sachen.

Das ist insgesamt nicht so befriedigend und erfordert doch etwas Handarbeit wenn man alle seine Follower zurück haben möchte. Allerdings finde ich, es ist besser als nichts.

Ich habe aber erfahren (ohne Gewähr), dass eine Funktion zum kompletten portieren eines Accounts in der Entwicklung ist. Ein kleiner Lichtblick 🙂

Kleiner Tipp:

Falls ihr auf einer eher kleinen Instanz seid, ist die Gefahr größer, dass der Betreiber vielleicht mal keinen Bock mehr drauf hat und die Instanz auf einmal nicht mehr erreichbar ist. Daher rate ich, zumindest über die Exportfunktion regelmäßige Backups zu machen. Man weiß ja nie.

Anleitungen bzw. Einsteiger-Guides für Mastodon

Instanzen

Im großen und ganzen ist es das auch schon. Es gibt gute Apps für iOS & Android, und die Bedienung des Ganzen ist Twitter sehr ähnlich. Man muss sich nicht groß umgewöhnen. Hier nun noch einige deutsche Instanzen die recht nett sind.

Zu beachten wäre vielleicht, dass man nicht unbedingt zu große Instanzen wie z.B. mastodon.social oder mastodon.cloud als Anfänger wählt. Da ist echt was los, und da gibts natürlich auch Trolle. Mein Tipp: Sucht euch eine Instanz unter 1000 Mitgliedern.

Apps & Co

Auf joinmastodon.org könnt ihr euch auch weitere Instanzen anzeigen lassen.

Als App für Android nutze ich Mastalab

Für iOS gibt es z.B. Amaroq

Wer nun von der ganzen Technik, von Servern etc. wenig bis keine Ahnung hat, muss auf eine eigene Instanz nicht zwingend verzichten. Dafür gibt es mastohost. Dort kann man eine Instanz hosten. Wer sich nicht sicher ist, welche größe er nehmen soll, fängt am Besten erstmal mit dem Angebot für 5 € im Monat an. Das ist echt ok wie ich finde. Ich habe meine Instanz mastoforce.social auch dort gehostet.

Für den Desktop gibt es auch ein Programm namens Whalebird. Finde ich sehr angenehm und recht interessant für die, die mit der Mehrspaltigen Ansicht von Mastodon nicht zurecht kommen.

Ich würde mich freuen, wenn ich mit diesem Artikel dem Ein oder Anderen den Weg zu Mastodon etwas erleichtert habe. Noch Fragen ? Die könnt ihr gerne unten in den Kommentaren stellen. Auch gerne Tipps, wenn ihr in diesem Artikel etwas vermisst.

Von Zeit zu Zeit werde ich den Artikel aktuallisieren. Vielleicht entsteht so ein kleiner Leitfaden, der den Wechsel von Twitter zu Mastodon zu einem Kinderspiel macht.

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KaptainRio

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Mein Name ist Rio, 48 Jahre alt und schreibe hier auf #KaptainsBlogprojekt über #KetogeneErnährung, #Gewichtsabnahme, #Mastodon, #TVSerien #Hörspiele & mehr.

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3 Antworten

  1. Alex sagt:

    Danke für den Blogbeitrag. Er ist sehr gut gemacht, hab ihn auf meinem Blogbeitrag zu Mastodon verlinkt.

  1. 22. August 2018

    […] Byebye Twitter – Hallo Mastodon – Ein Leitfaden […]

  2. 7. September 2018

    […] Kaptain Rio : Mastodon ein kleiner Leitfaden […]

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