München – In Truppenstärke aufs Oktoberfest

Das Oktoberfest ist ja für viele immer ein Highlight im Jahr. Und das nicht nur für die Ortsansässigen. Heute möchte ich mal eine kleine Anekdote aus meiner Vergangenheit erzählen. Aufgewachsen auf dem Lande in der Prärie Schleswig-Holsteins, zog es den jungen Kaptain und Konsorten doch einmal im Jahr weit in die Ferne um kleine und auch größere Abenteuer in der großen Stadt zu bestehen. Die Rede ist hier, von der meiner Meinung nach, schönsten Stadt Deutschlands. Nämlich München und seinem Oktoberfest.

Jedes Jahr machten wir uns damals auf, mit der Deutschen Bahn (das alleine war schon ein Abenteuer) ins ferne Bayern zu reisen um dort mal richtig abzufeiern. Diese Tour war 1988 und meine Wenigkeit ist in dem Jahr 18 Jahre alt geworden. Ein Grund mehr, kräftig Gas zu geben. In Truppenstärke von meist ca. 20 Mann, dabei Dorfgrößen wie Zischer, Mehlsack, Butt, Bazi, Theten, Puppe etc. und einigen Burschen vom MC Schönberg, wurde ein Waggon der Deutschen Bundesbahn geentert und auf gings in der Nacht von Freitag auf Samstag dann in den wilden Süden. Natürlich mit reichlich „Flüssignahrung“ ausgestattet, versteht sich. Die Meisten waren auf der Hinfahrt von 12 Stunden bereits einmal betrunken und einmal wieder nüchtern. Da erlebten wir schon einige recht interessante Ereignisse während der Bahnfahrt.

Das Frühstück

Angekommen in München, wurden erstmal Penntüten, Gepäck und die restlichen Trinkreserven in den Schließfächern auf dem Bahnhof verstaut und dann ging es in die City und ein Cafe wurde besetzt, um erstmal ein gepflegtes Frühstück einzunehmen und eine Grundlage für das zu schaffen, was noch kommen mochte. Das war immer ein recht belustigendes Ereignis, da es doch einige gab, die die Nacht durchgemacht hatten und jetzt mit mindestens 34 Promille dort versuchten zu frühstücken und für Unterhaltung sorgten. Die einen schufen eine vollwertige Grundlage für den Tag, andere wiederum nahmen einen Eisbecher zu sich und tranken dazu nen halben Liter Cola-Weinbrand.

Das Hofbräuhaus

Um ca. 10:00 ging es dann weiter in Richtung Hofbräuhaus. Dort wurde dann bis zum frühen Nachmittag vorgeglüht für die Wiesn. Und ich bin mir heute noch 100 %ig sicher, dass ich Lothar Matthäus auf dem Klo getroffen habe. Allerdings hatte ich keine Zeit ihn anzusprechen, da ich mir das bisher Gegessene und Getrunkene dringend noch mal durch den Kopf gehen lassen musste. Danach gings besser und mit neuer Energie wurde weitergemacht.

Die Wiesn & die 7

Gegen 14:00 gings dann endlich in Richtung Wiesn. Dort splittete sich die große Truppe dann in kleinere Grüppchen auf. Ich war mit Witti unterwegs und …. naja, ich kann nicht mehr so wirklich viel erzählen von der ersten Wiesn meines Lebens.

Aber zum Abend wurde es uns (Witti und mir) zu voll und zu stressig dort und wir zogen weiter in Richtung Schwabing in die Feilitzstraße. Wenn hier nun Münchner mitlesen, wird ihnen wohl diese Adresse etwas sagen. Genau, wir wollten in unsere Stammkneipe, die wir aus einem vorigen Urlaub kannten. Die Rede ist natürlich von der Kultkneipe „Schwabinger Sieben“. Ganze Generationen kennen diese dunkle, laute, verräucherte kleine Kneipe. Und man sagt, wer die Sieben nicht kennt, hat München nicht kennengelernt. Sogar Dreharbeiten für Filme fanden dort schon statt.

Mittlerweile ist die originale 7 aber durch einen Großbrand völlig zerstört worden.

Wie es mir dort erging, warum ich beim Würfeln 200 DM verlor, wie es ausging als ich zeigen wollte, wie man in Norddeutschland trinkt und warum wir später in der Fussgängerzone von einem SEK der Münchner Polizei gestellt wurden, erzähle ich euch in den nächsten Tagen im zweiten Teil.

Vielleicht hat euch die kleine Geschichte etwas gefallen und ihr schaut zum zweiten Teil wieder rein.

KaptainRio

KaptainRio

Mein Name ist Rio, 48 Jahre alt und schreibe hier auf #KaptainsBlogprojekt über #KetogeneErnährung, #Gewichtsabnahme, #Mastodon, #TVSerien #Hörspiele & mehr.

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1 Antwort

  1. 20. Januar 2019

    […] hier nun der zweite Teil meines ersten Oktoberfestabenteuers. Über den ersten Teil berichtete ich ja […]

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